Donnerstag, 1. Januar 2009

Warum?

Guten Tag, verehrte Leser, ich begrüße euch. Mein Name ist Dorothea, ich bin 19 Jahre alt und besuche zur Zeit die Jahrgangsstufe 13 des Gymnasiums meiner Stadt. Nun, bald werde ich dann dort mein Abitur machen und danach - mal gucken, was ich danach machen werde. Es wird schon seltsam sein, nach so langer Zeit plötzlich nicht mehr zur Schule zu gehen, aber alles hat irgendwann ein Ende.
Vor längerer Zeit beschloss ich, dass ich mit dem Blogschreiben beginnen sollte und mit Beginn des Jahres 2009 tu ich dies auch. Es ist wirklich reiner Zufall, dass ich genau am ersten Tage des Jahres meinen ersten Eintrag erstelle, obwohl es natürlich trotzdem ein schöner Termin zum Beginnen ist, aber ich bin der Meinung, dass ein Jahreswechsel nicht allzu viel bedeutet. Wir müssen uns nun zwar darauf konzentrieren, dass wir, wenn wir das Datum schreiben nicht mehr "2008", sondern "2009" schreiben, wir haben unseren Kalender von der Wand geholt und einen neuen aufgehängt, aber wir sind heute auch nicht klüger als gestern und unser Wesen hat sich nicht verändert.
Nun, eigentlich ist es meine Absicht, darüber zu schreiben, warum ich im Internet veröffentliche. Zugegeben: ich bin mir selbst nicht ganz darüber im Klaren, aber die Wahrheit ist, dass ich wirklich Freude am Schreiben habe. Schon lange habe ich den Traum, ein Buch zu veröffentlichen, aber ich habe ein Problem, das mich oftmals daran hindert, zu schreiben: es fällt mir unheimlich schwer, anderen Menschen das zu zeigen, was ich schreibe (wer meine Handschrift kennt, hat ein deutliches Bild davon - für sehr viele Menschen ist sie unlesbar und nur, wer auch wirklich Interesse hat oder gezwungen ist, zu lesen, was ich schreibe, macht sich die Mühe, sie zu entziffern (meine Lehrer "freuen" sich immer besonders über meine Klausuren, das muss ich mir oft genug anhören). Würde ich eine "Handschriftenanalyse" machen, käme sicherlich heraus, dass ich ein verschlossener Mensch bin, der nicht gerne zeigen möchte, was ihm wichtig ist - aber stimmt das denn?). Vielleicht ängstigt mich der Gedanke an negative Kritik, aber vielleicht ist es auch nur, dass ich lieber für mich schreibe. Wenn ich mir von mir Geschriebenes aber durchlese, denke ich, dass es mir gefällt und dass man es doch auch anderen Menschen zeigen könnte, aber das ist der Punkt: das fällt mir schwer! Ich weiß selbst nicht ganz, warum. Mit diesem Blog möchte ich einen Schritt in die Richtung des Veröffentlichen wagen. Es wird sicherlich nicht viele Menschen geben, die lesen, was ich hier schreibe, aber ich weiß, dass es für jeden Menschen dieser Erde (insofern er in der Lage ist, zu lesen und aufs Internet zuzugreifen) möglich ist, zu lesen, was ich schreibe. Dieser Gedanke gefällt mir, denn er zeigt, dass andere Menschen meine Fähigkeiten erkennen können (was für welche ich auch immer besitzen mag) und einfach lesen können, was ich schreibe, wodurch ich nicht nur für mich schreibe. Gleichzeitig beunruhigt mich die ganze Sache auch: jeder kann lesen, was ich schreibe! Jeder kann sich ein Bild von mir machen und damit es ein "vernünftiges" sein kann, muss ich genauestens darauf achten, was ich schreibe, damit ich mich nicht selbst in ein schlechtes Licht rücke. Das soll nicht sein. Ich möchte mich über jeden freuen können, der dies liest und möchte auch kritisiert werden. Ich werde es schon schaffen, das zu schreiben, was ich möchte und auch so, dass es jeder lesen darf. Ich muss meine Hemmungen überwinden können und mich wirklich über jeden Leser freuen.
Die Antwort auf die Frage, warum ich hier schreibe, soll also diese sein: ich schreibe, weil es mir Freude bereitet und, weil ich möchte, dass man liest, was ich schreibe und eben, weil ich von mir Geschriebenes veröffentlicht sehen möchte. Ich muss mich einfach trauen!
Ich denke, dies soll nun fürs Erste genügen und der Gedanke daran, dass ich dies gleich veröffentlichen werde, freut mich doch zumindest ein wenig.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen