Heute geschah etwas, für mich sehr Überraschendes, denn ich las, dass Muff Potter ihre Auflösung bekannt gaben. Muff Potter, eine Band, die ich sehr zu schätzen weiß. Eine Band, die ich wirklich lieb gewonnen habe. Eine Band, die ich vielleicht als "Lieblingsband" bezeichnen würde, würde ich dann Bands als "Lieblingsbands" bezeichnen. Ich weiß nicht, dass mich je die Auflösung einer Band so sehr berührt hat, wie die von Muff Potter, irgendwie kann ich das gerade noch nicht einmal so wirklich glauben. Heute werde ich keine andere Musik mehr außer Muff Potter hören und ich zog mich sogar extra für Muff Potter um, das mit dem Muff-Potter-T-Shirt muss nun wohl sein.
Ich frage mich gerade, wie das bei mir mit Muff Potter losging, es muss im Jahre 2005, als "Von wegen" erschien, gewesen sein, dass ich sie kennen und mögen lernte, aber ich war noch jung, das Album konnte mich zwar begeistern, ich lernte noch andere Lieder dieser Band kennen, aber irgendwie durchlief ich dann Phasen, in denen ich fast nur The Offspring hörte, Phasen, in denen ich die Ramones hörte, Phasen, in denen ich Nirvana hörte und sämtliche andere Phasen. Muff Potter waren zwar immer da, ich wusste, dass es sie gibt, dass sie mir gefielen, aber das war es eigentlich schon. Gelegentlich hörte ich Muff Potter, aber niemals öfter als gelegentlich, obwohl ich sie immer mochte. Ein paar Jahre ging es so weiter, im Jahre 2008 las ich dann Nagels Buch "Wo die wilden Maden graben", war begeistert, aber trotzdem waren mir Muff Potter immer noch nicht so wichtig, wie jetzt. Sie blieben da, ich mochte sie, mochte sie vielleicht sogar mehr und immer wieder holte ich mir die Muff-Potter-CDs meines Bruders, um sie zu hören. Ungefähr im Januar 2009 wurde mir dann klar, dass ihr Konzert im April in Köln besuchen müsste, wenngleich das auch wenige Tage vor einer Abiturklausur war. Ich kaufte ein Ticket, hörte immer mehr Muff Potter, erwartete sehnlichst ihr neues Album "Gute Aussicht" (war das ein "Vorzeichen", was die Zukunft der Band anbelangt?), was ich dann sogar vorbestellte und einen Tag vor dem eigentlichen Erscheinungstermin in den Händen halten durfte. Fünf Tage später sah ich sie live, war begeistert und stellte fest, dass es eines der wenigen Konzerte war, bei dem ich die Texte komplett auswendig konnte. Bis zu diesem Tag hatte sich meine Liebe zu dieser Band schon sehr gesteigert, vor 16 Tagen hatte ich dann das Vergnügen, Muff Potter auf dem Fest van Cleef erneut zu sehen und dann heute plötzlich "das hier": Muff Potter geben ihre Auflösung bekannt! Dies stimmt mich wirklich traurig, obwohl es "nur" ist, dass eine Band in Zukunft keine Musik mehr machen wird. Ich werde weiterhin ihre Musik hören können, nur eben keine neue und keine Konzerte von ihnen mehr besuchen können, obwohl ich mir ganz sicher bin, dass ich sie dieses Jahr noch sehen werde, egal, wo die Abschiedskonzerte sein werden. Ich weiß nicht, ob mich jemals eine Band so sehr begeistern konnte, wie Muff Potter, mit meiner Euphorie steckte ich sogar meinen 12-jährigen Bruder an, der nun enttäuscht ist, dass er Muff Potter niemals live sehen wird, aber so ist es nun mal.
Let's pretend happy end. Jede Band muss sich einmal auflösen, nur die Frage ist: "Geht so das Ende?". Zumindest danke ich Muff Potter für die Stunden, in denen ich ihre Musik hörte (sämtliche Stunden, in meinem Last.fm-Profil sind sie Platz 1 und der werden sie noch lange bleiben), die wunderschönen Konzerte, die "Lebensweisheiten" Nagels, dass sie mit Tocotronic diejenigen sind, die mir halfen, mich für deutsche Musik zu begeistern und für alles, was mir jetzt gerade nicht einfällt. Danke!
Dienstag, 28. Juli 2009
Samstag, 18. Juli 2009
Fest van Cleef 2009, Teil 1
Gerade dachte ich, ich könnte ja über das wunderbare Festival, das ich am Sonntag, den 12. Juli, besuchte, berichten, denn es war wunderschön und dann habe ich auch einen Grund, zu schreiben.
Nun, vor einer Weile hätte ich bestimmt nicht gedacht, dass ich mich einmal auf den Weg zum Fest van Cleef machen würde, zumal es letztes Jahr in Köln und damit viel näher an meinem Wohnort war und ich absolut keine Lust darauf hatte, dorthin zu fahren, denn die Bands interessierten mich absolut nicht, aber irgendwie veränderte sich mein Musikgeschmack und, wie ich finde, zum Positiven, obwohl der eigene Musikgeschmack ja immer ein guter ist, weshalb die Ausdrucksweise "zum Positiven" blödsinnig ist, weshalb ich schon vor mehreren Monaten beschloss, dass ich unbedingt zum Fest van Cleef fahren musste, obwohl ich mich dafür auf den Weg ins Ruhrgebiet, nach Essen machen musste. Immer mehr Bands, die ich als "Bands, die mir gefallen" bezeichnen konnte, wurden bestätigt und ich wusste einfach: "Da muss ich hin!"
Also wurden Begleitpersonen gefunden und dann irgendwann ein Ticket gekauft. Übrigens ein schönes Ticket, aber das Aussehen eines Tickets ist doch eher nebensächlich. In der Woche vor dem Fest van Cleef wurden dann zum Einstimmen fast ausnahmslos Bands gehört, die auf dem Fest van Cleef spielten, um die Vorfreude zu steigern, wobei Derartiges auch "gefährlich" werden kann, denn es kann auch passieren, dass man eine Band vor einem Konzert so oft hört, dass man am Tag des Konzertes von dieser genervt ist. Das passierte mir schon, deshalb muss ich aufpassen, was ich höre, wobei ich trotzdem sehr ungern "unvorbereitet" auf Konzerte gehe.
Am Tag des Fest van Cleef guckte ich morgens gegen 7 Uhr nach Draußen, da mit Regen zu rechnen war und stellte fest, dass es trocken war. Wenn es hier trocken ist, heißt das zwar noch lange nicht, dass es in Essen nicht regnet, aber das war schon einmal gut. Als ich dann aber wenige Minuten später meine Jalousien hochzog, war es nass, denn plötzlich regnete es. Unschön, aber wenn es hier regnet, muss es ja eben nicht sein, dass es in Essen regnet, so ist das nun mal. Also hoffte ich, aber ein bisschen Regen ist ja auch nicht so schlimm. Wenn man sich duscht, wird man ja auch nass und dann ist das sogar meist freiwillig. Ich ging in die Küche, wo das Radio lief und so ziemlich das Erste, was ich hörte, war eine Ankündigung des Fest van Cleef. Fand ich irgendwie seltsam, aber wunderschön.
Kurz vor 9 Uhr verließ ich dann bereits das Haus, obwohl Beginn erst um 15 Uhr war, aber ich hatte so meine Gründe. Zunächst mit dem Auto zum Bahnhof, dann mit der S-Bahn zum Kölner Hauptbahnhof und von dort mit dem Bus zu Verwandten, wo ich in der Nacht nächtigen sollte, denn mein "blöder" Wohnort hat keine so tollen Busverbindungen und Bahnverbindungen schon gar nicht. Ein wenig später ging es dann schon wieder zum Kölner Hauptbahnhof, gemeinsam mit meinem Cousin, wo wir unsere restlichen Begleiter treffen sollten: meinen Bruder und zwei weitere Begleiterinnen, die wir zwar nicht kannten, mit denen wir uns aber ein Zugticket teilten, denn wir nutzten ein Angebot der Bahn und kauften uns ein Fünferticket, das in ganz Nordrhein-Westfalen den ganzen Tag über gilt. So günstig fährt man nur selten. Ich kam für 6,8 Euro von Köln nach Essen und zurück, womit ich niemals gerechnet hätte, aber das war schön. Naja, ich will hier ja keine Werbung für die Deutsche Bahn machen, aber mir gefiel der Ticketpreis einfach.
An dieser Stelle muss ich nun meinen Bericht vorerst unterbrechen, denn ich werde für zwei Wochen verschwinden, aber ein zweiter Teil wird folgen, wenn ich wieder Zeit habe, ich muss nur hoffen, dass meine Erinnerungen an das Fest van Cleef bleiben.
Nun, vor einer Weile hätte ich bestimmt nicht gedacht, dass ich mich einmal auf den Weg zum Fest van Cleef machen würde, zumal es letztes Jahr in Köln und damit viel näher an meinem Wohnort war und ich absolut keine Lust darauf hatte, dorthin zu fahren, denn die Bands interessierten mich absolut nicht, aber irgendwie veränderte sich mein Musikgeschmack und, wie ich finde, zum Positiven, obwohl der eigene Musikgeschmack ja immer ein guter ist, weshalb die Ausdrucksweise "zum Positiven" blödsinnig ist, weshalb ich schon vor mehreren Monaten beschloss, dass ich unbedingt zum Fest van Cleef fahren musste, obwohl ich mich dafür auf den Weg ins Ruhrgebiet, nach Essen machen musste. Immer mehr Bands, die ich als "Bands, die mir gefallen" bezeichnen konnte, wurden bestätigt und ich wusste einfach: "Da muss ich hin!"
Also wurden Begleitpersonen gefunden und dann irgendwann ein Ticket gekauft. Übrigens ein schönes Ticket, aber das Aussehen eines Tickets ist doch eher nebensächlich. In der Woche vor dem Fest van Cleef wurden dann zum Einstimmen fast ausnahmslos Bands gehört, die auf dem Fest van Cleef spielten, um die Vorfreude zu steigern, wobei Derartiges auch "gefährlich" werden kann, denn es kann auch passieren, dass man eine Band vor einem Konzert so oft hört, dass man am Tag des Konzertes von dieser genervt ist. Das passierte mir schon, deshalb muss ich aufpassen, was ich höre, wobei ich trotzdem sehr ungern "unvorbereitet" auf Konzerte gehe.
Am Tag des Fest van Cleef guckte ich morgens gegen 7 Uhr nach Draußen, da mit Regen zu rechnen war und stellte fest, dass es trocken war. Wenn es hier trocken ist, heißt das zwar noch lange nicht, dass es in Essen nicht regnet, aber das war schon einmal gut. Als ich dann aber wenige Minuten später meine Jalousien hochzog, war es nass, denn plötzlich regnete es. Unschön, aber wenn es hier regnet, muss es ja eben nicht sein, dass es in Essen regnet, so ist das nun mal. Also hoffte ich, aber ein bisschen Regen ist ja auch nicht so schlimm. Wenn man sich duscht, wird man ja auch nass und dann ist das sogar meist freiwillig. Ich ging in die Küche, wo das Radio lief und so ziemlich das Erste, was ich hörte, war eine Ankündigung des Fest van Cleef. Fand ich irgendwie seltsam, aber wunderschön.
Kurz vor 9 Uhr verließ ich dann bereits das Haus, obwohl Beginn erst um 15 Uhr war, aber ich hatte so meine Gründe. Zunächst mit dem Auto zum Bahnhof, dann mit der S-Bahn zum Kölner Hauptbahnhof und von dort mit dem Bus zu Verwandten, wo ich in der Nacht nächtigen sollte, denn mein "blöder" Wohnort hat keine so tollen Busverbindungen und Bahnverbindungen schon gar nicht. Ein wenig später ging es dann schon wieder zum Kölner Hauptbahnhof, gemeinsam mit meinem Cousin, wo wir unsere restlichen Begleiter treffen sollten: meinen Bruder und zwei weitere Begleiterinnen, die wir zwar nicht kannten, mit denen wir uns aber ein Zugticket teilten, denn wir nutzten ein Angebot der Bahn und kauften uns ein Fünferticket, das in ganz Nordrhein-Westfalen den ganzen Tag über gilt. So günstig fährt man nur selten. Ich kam für 6,8 Euro von Köln nach Essen und zurück, womit ich niemals gerechnet hätte, aber das war schön. Naja, ich will hier ja keine Werbung für die Deutsche Bahn machen, aber mir gefiel der Ticketpreis einfach.
An dieser Stelle muss ich nun meinen Bericht vorerst unterbrechen, denn ich werde für zwei Wochen verschwinden, aber ein zweiter Teil wird folgen, wenn ich wieder Zeit habe, ich muss nur hoffen, dass meine Erinnerungen an das Fest van Cleef bleiben.
Sollte ich nicht vielleicht regelmäßiger schreiben?
Wie ich feststellen musste/konnte/wollte, machte ich in den sechseinhalb Monaten, in denen dieser Blog existiert ganze zwei Einträge und ich frage mich, ob es dann überhaupt einen Sinn hat. Nun gut, ich werde vielleicht versuchen, regelmäßiger zu schreiben, vielleicht auch nicht, aber ich gehe nicht davon aus, dass sich etwas ändern wird. Dann ist es nun mal so.
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