Gerade dachte ich, ich könnte ja über das wunderbare Festival, das ich am Sonntag, den 12. Juli, besuchte, berichten, denn es war wunderschön und dann habe ich auch einen Grund, zu schreiben.
Nun, vor einer Weile hätte ich bestimmt nicht gedacht, dass ich mich einmal auf den Weg zum Fest van Cleef machen würde, zumal es letztes Jahr in Köln und damit viel näher an meinem Wohnort war und ich absolut keine Lust darauf hatte, dorthin zu fahren, denn die Bands interessierten mich absolut nicht, aber irgendwie veränderte sich mein Musikgeschmack und, wie ich finde, zum Positiven, obwohl der eigene Musikgeschmack ja immer ein guter ist, weshalb die Ausdrucksweise "zum Positiven" blödsinnig ist, weshalb ich schon vor mehreren Monaten beschloss, dass ich unbedingt zum Fest van Cleef fahren musste, obwohl ich mich dafür auf den Weg ins Ruhrgebiet, nach Essen machen musste. Immer mehr Bands, die ich als "Bands, die mir gefallen" bezeichnen konnte, wurden bestätigt und ich wusste einfach: "Da muss ich hin!"
Also wurden Begleitpersonen gefunden und dann irgendwann ein Ticket gekauft. Übrigens ein schönes Ticket, aber das Aussehen eines Tickets ist doch eher nebensächlich. In der Woche vor dem Fest van Cleef wurden dann zum Einstimmen fast ausnahmslos Bands gehört, die auf dem Fest van Cleef spielten, um die Vorfreude zu steigern, wobei Derartiges auch "gefährlich" werden kann, denn es kann auch passieren, dass man eine Band vor einem Konzert so oft hört, dass man am Tag des Konzertes von dieser genervt ist. Das passierte mir schon, deshalb muss ich aufpassen, was ich höre, wobei ich trotzdem sehr ungern "unvorbereitet" auf Konzerte gehe.
Am Tag des Fest van Cleef guckte ich morgens gegen 7 Uhr nach Draußen, da mit Regen zu rechnen war und stellte fest, dass es trocken war. Wenn es hier trocken ist, heißt das zwar noch lange nicht, dass es in Essen nicht regnet, aber das war schon einmal gut. Als ich dann aber wenige Minuten später meine Jalousien hochzog, war es nass, denn plötzlich regnete es. Unschön, aber wenn es hier regnet, muss es ja eben nicht sein, dass es in Essen regnet, so ist das nun mal. Also hoffte ich, aber ein bisschen Regen ist ja auch nicht so schlimm. Wenn man sich duscht, wird man ja auch nass und dann ist das sogar meist freiwillig. Ich ging in die Küche, wo das Radio lief und so ziemlich das Erste, was ich hörte, war eine Ankündigung des Fest van Cleef. Fand ich irgendwie seltsam, aber wunderschön.
Kurz vor 9 Uhr verließ ich dann bereits das Haus, obwohl Beginn erst um 15 Uhr war, aber ich hatte so meine Gründe. Zunächst mit dem Auto zum Bahnhof, dann mit der S-Bahn zum Kölner Hauptbahnhof und von dort mit dem Bus zu Verwandten, wo ich in der Nacht nächtigen sollte, denn mein "blöder" Wohnort hat keine so tollen Busverbindungen und Bahnverbindungen schon gar nicht. Ein wenig später ging es dann schon wieder zum Kölner Hauptbahnhof, gemeinsam mit meinem Cousin, wo wir unsere restlichen Begleiter treffen sollten: meinen Bruder und zwei weitere Begleiterinnen, die wir zwar nicht kannten, mit denen wir uns aber ein Zugticket teilten, denn wir nutzten ein Angebot der Bahn und kauften uns ein Fünferticket, das in ganz Nordrhein-Westfalen den ganzen Tag über gilt. So günstig fährt man nur selten. Ich kam für 6,8 Euro von Köln nach Essen und zurück, womit ich niemals gerechnet hätte, aber das war schön. Naja, ich will hier ja keine Werbung für die Deutsche Bahn machen, aber mir gefiel der Ticketpreis einfach.
An dieser Stelle muss ich nun meinen Bericht vorerst unterbrechen, denn ich werde für zwei Wochen verschwinden, aber ein zweiter Teil wird folgen, wenn ich wieder Zeit habe, ich muss nur hoffen, dass meine Erinnerungen an das Fest van Cleef bleiben.
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